Mai 2014
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Monat Mai 2014

Urheberrecht – auf dem Prüfstand

Das Urheberrecht hat noch nicht ausgedient – im Gegenteil.

Es ist im Internet Zeitalter bedeutsamer denn je.

Rechte an geistigem Eigentum, an Werken, an kreativen Schöpfungen – egal auf welchem Gebiet – brauchen mehr denn je Schutz.

Wir sind im Zeitalter der „kostenlos“ – Anspruchsgesellschaft angekommen. Solange davon Konzerne tangiert sind, hat der Verbraucher (verständlicherweise) – ganz im Sinne Robin Hoods – jede Sympathie mit den Räubern. Nimmt er doch von den Reichen und gibt den Armen. Doch so ist das nicht – jedenfalls nicht nur.

Beim illegalen Download von Musik von Madonna oder Lady Gaga trifft es nicht die Armen, es trifft die, die zwischenzeitlich eine Konzernstruktur und entsprechende Einnahmen haben. Wenn es aber um den Newcomer, um den kleinen Fotografen um die Ecke oder um die Designerin mit zwei Teilzeitkräften geht, dann gilt das nicht mehr.

Hier zeigt sich die wahre Bedeutung des Urheberrechts: Schutz derjenigen, die kreativ tätig sind, vor Nachahmern und Nachahmung. Kreative schaffen keine Güter, an deren Verkauf sie Gewinne machen, sie verkaufen eine verkörperte Idee, ein Unikat, etwas, das nur auf Grund der neuen Medien überhaupt reproduzierbar ist. Das und der Unterschied zum produzierenden Gewerbe sowie die Möglichkeit, sich auf Grund von „Klicks“ und „copy & paste“ eine Kopie zu verschaffen, ohne den Urheber, den Künstler, den Sänger oder Komponisten an der Verwertung zu beteiligen, macht die Verletzung so bedeutsam, ist sie doch zwischenzeitlich massenhaft die Regel und nicht die Ausnahme.

In der vermeintlichen Anonymität des Netzes zeigt sich die Natur des Menschen: Nehmen, wegnehmen, austricksen. Ursprünglich nützliche Überlebensstrategie, wenn es um Nahrung ging, ist das heute nicht mehr das Motiv. Heute geht es darum, sich einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Es geht nicht ums Überleben, es geht um die unbezahlte, verwerfliche Ausnutzung der Leistung anderer, ohne Bezahlung. Schwarzfahren im Netz.

Mehr dazu auf der anwaltlichen Seite www.iplo.de bzw. http://www.ip-law-office.de.

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